Schotokan Kata und ihre Bedeutung

Die Auswahl der Kata
Von den vielen Formen, die es im okinawanischen Shôrin ryû gibt, wählte Meister FUNAKOSHI GICHIN jene aus, die seiner Meinung nach für die wichtigsten Karate-Aspekte repräsentativ waren und dem späteren Meister die Möglichkeit eröffnen, in jeden Bereich des okinawanischen Karate vorzustoßen. Diesen "mittleren Weg", von dem Meister Funakoshi auch in "Karate-dô Kyôhan" spricht, fand er in der Auswahl von 15 Kata. Er erlaubte jedoch, dass seine Schüler auch andere alte Karate Kata studieren durften.

Doch die Shôtôkan-Schule, wie sie sich in den 30er Jahren herauszubilden begann, konzentrierte sich auf das Bunkai dieser 15 Kata. Bis heute hat sich diesbezüglich nichts geändert, obwohl es Im modernen Shôtôkan-System inzwischen eine große Anzahl von Kata gibt.

In diesem System verwendete er die Heian zur Ausbildung der Kyû-Grade (zu jener Zeit gab es fünf Kyû-Stufen: Heian shodan, Heian nidan, Heian sandan, Heian yondan, Heian godan) und die Tekki (Tekki shodan, Tekki nidan, Tekki sandan) zur Heranbildung eines guten Standes und der Verbindung zwischen Stand und Technik. Die Bassai und die Kankû kamen wegen ihrer großen technischen Vielfalt in den Stil und galten als die wichtigsten Kata des Systems.
Die Hangetsu übernahm Meister Funakoshi, um die Grundprinzipien der Shôrei-Schulen zu lehren, die Enpi sollte die Beweglichkeit der Hüften, das Ausweichen und die Schnelligkeit betonen, während die Jitte die grundlegenden Abwehrprinzipien (Muskelarbeit in der Abwehr, verbunden mit Energiefluss und Stand) enthielt. Die Jion lehrt einen direkten geradlinigen Kampfstil mit starken Techniken, ohne Zurückweichen, während die Gankaku den psychologischen Aspekt des Kämpfens mit Zanshin (Geistesgegenwart), Yomi (Vorausahnen) und Suki (Ausnutzen einer Chance) enthält.

Durch diese Zusammenstellung sah Meister Funakoshi die Vielfalt des okinawanischen Hauptsystems ausreichend vertreten und die Chance für seine Schüler gegeben, sich in beliebige Richtungen weiterentwickeln zu können, nachdem sie selbst erfahrene Meister geworden sind. Sein Unterricht bestand im wesentlichen aus Kata und Bunkai und baute auf den Prinzipien des okinawanischen Shuri te der ITOSU-Schule auf. Um die Einzeltechniken zu perfektionieren, ließ er Kihon (Grundschule) und am Makiwara (Schlagpfosten) üben. Aus der großen Vielfalt der Körperpunkte (Kyûsho) wählte er diejenigen aus, die in den 15 stilspezifischen Kata angegriffen werden, und stellte sie in einem System zusammen, das man Jintai kyûsho nennt. Dieses gilt im Shôtôkan Karate nach wie vor als Leitlinie für die anzugreifenden Körperpunkte in den Kata-Bunkai. Dazu gehört die Perfektion der entsprechenden Technik und das Beherrschen verschiedener Formen der Kraft (Kime).

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